Das Bloggen

Bloggen? Was ist das?

Wieder einmal eines dieser neumodischen Anglizismen… Laut des Wörterbuches Leo  bedeutet das Wort „Blog“ aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt: „der Blog“; „das Internet-Tagebuch“; „der Weblog“. Naja wenn man es genau nimmt, ist das Wort „Internet-Tagebuch“ eigentlich das einzige deutsche Wort und somit auch die einzige Bedeutung, mit der man etwas anfangen kann.

Widmen wir uns also dem Wort „Internet-Tagebuch“.

Nehmen wir es ganz genau, so handelt es sich auch beim dem Wort „Internet“ um einen Anglizismus. Schätzungsweise ist dies den meisten Nutzern nicht (mehr) bewusst, da es nie eine Übersetzung ins Deutsche gab. Naja das Wort „Tagebuch“ ist selbst erklärend 🙂

Bei einem Blog handelt es sich also um ein Tagebuch im Internet? Gibt es tatsächlich Leute, die ihre intimsten Geheimnisse im Internet preisgeben???? Ich möchte ja nicht altmodisch oder konservativ klingen, aber ich habe meine Tagebücher für gewöhnlich unter meinem Bett versteckt!!!!! Aber vielleicht sind die Beiträge ja auch doch nicht so intim und persönlich….? Es stellt sich also die Frage: Warum wird gebloggt und was ist ein Blog überhaupt?

Es wird Zeit, eine richtige Definition zu finden:

Laut der Internetseite Mit Weblogs per Du handelt es sich bei den Autoren von Blogs um Leute, mit einem großen Mitteilungsbedürfnis. Diese Einschätzung teile ich voll und ganz 🙂 Sie wollen ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen teilen.

Folgende Themen können Anlässe für das Erstellen eines Blogs bieten:

Auslandserfahrungen, Freizeit, Familie, Events, Konferenzen, soziale oder politische Themen, literarische Texte, Bekanntmachen von Produkten oder Dienstleistungen, etc.

Nun bin ich tatsächlich etwas schlauer geworden. Es müssen beim Bloggen also nicht zwingend persönliche Informationen preisgegeben werden, im Sinne eines üblichen Tagebuches.. Na wenn das so ist, sollen noch weitere Definitionen das Bloggen näher erklären:

Die Internetseite Onlinelupe geht zurück zu den Ursprüngen des Blogs:

„Der Begriff „Blog“ stammt eigentlich aus der englischen Wortkreuzung Web und Log und tauchte erstmal 1997 auf der Webseite von Jorn Barger auf. Da es sich früher bei einem Blog um ein meist öffentlich einsehbares Tagebuch bzw. Journal handelte, welches im Internet auffindbar ist, nannte man dieses Web-Log. Der Einfachheit halber verkürzte man diesen Begriff im Laufe der Zeit auf „Blog“ und die früher benannten „Web-Logger“ wurden zu „Bloggern“. Dies initiierte insbesondere der Webdesigner Peter Merholz im Jahre 1999.
Grundlegend ist ein Blog eine Webseite. Diese jedoch besteht nicht ausschließlich aus mehr oder wenigen statischen Unterseiten, sondern protokolliert in einzelnen Artikeln unterschiedliche Sachverhalte in chronologischer Reihenfolge.“

Aha, so kommen wir also wieder zurück meinen ursprünglichen Überlegungen, bezüglich der Anglizismen..

Mit Weblogs per Du beschreibt zudem ein paar Vorteile, die ein Blog bietet. Diese interessieren mich natürlich auch brennend:

Unter anderem werden Beiträge automatisch archiviert; Leser eines Blogs können über neue Beiträge informiert werden, indem sie diese abonnieren; Beiträge können kommentiert werden, sodass man ein direktes Feedback bekommen kann (dies birgt natürlich auch Nachteile ;).

Aber woran erkenne ich nun, ob es sich bei einer Internetseite um einen Blog handelt oder doch nur um eine gewöhnliche Informationsseite?

Laut Mit Weblogs per Du ist ein Blog ganz leicht zu erkennen, da er unter anderem folgende Informationen enthält:

Datum, verlinkte Überschriften, Blogroll (Linkliste), einen Kommentarbereich, verschiedene Kategorien, etc.

Das hört sich ja wirklich nicht so schwer an. Wollen wir doch mal sehen ob das tatsächlich stimmt und diese Informationen in einem realen Block zu finden sind:

Der Blog der Tagesschau scheint mir ein typisches Beispiel zu sein, der sogar noch über nützliche Informationen, nämlich aktuelle Nachrichten aus aller Welt, berichtet. Zumindest behauptet die Internetseite von sich, ein Blog zu sein. Zwar hat er mehrere Autoren (Journalisten), aber entsprechend der obigen Definitionen muss ein Blog ja auch nicht lediglich einen Autor besitzen.. Schauen wir uns also den Aufbau der Seite, anhand der typischen Eigenschaften eines Blogs, an: Der Blog zeigt das Datum der verschiedenen Einträge an, wobei der aktuellste Beitrag an oberster Stelle steht; es gibt verlinkte Überschriften, die weiterleiten; es gibt eine Linkliste, mit verschiedenen Informationen, beispielsweise über die Autoren; Kommentare können von jedermann hinterlassen werden; es werden verschiedene Kategorien angezeigt.

Es handelt sich folglich also eindeutig um einen Blog! 🙂

Schauen wir uns noch ein zweites Beispiel an: Ich bin zufällig auf die Seite eines Juristen, genauer gesagt eines Strafverteidigers gestoßen, der über verschiedene Rechtsprechungen und Fälle aus seinem Berufsalltag berichtet. Diese Seite nennt sich Lawblog. Da ich ja nun schon etwas geübter bin, kann ich bereits nach dem ersten Blick auf die Seite sagen, dass es sich auch hierbei eindeutig um einen Blog handeln muss. Grund ist, dass auch dieser die typischen Merkmale wie Datum, verlinkte Überschriften, Blogroll, Bereich für Kommentare und verschiedene Kategorien enthält.

Soso, das ist also ein Blog. Ein Ort, der geschaffen werden kann, um Beiträge aller Art zu hinterlassen und die Möglichkeit des gegenseitigen Austausches bietet 🙂

 

 

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s